Vor gut zwei Monaten prognostizierte Prof. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, einen Konjunkturrückgang um 5% in Deutschland in 2009. Und das nur unter bestimmten Bedingungen; ansonsten könne die WIrtschaft sogar stärker schrumpfen. Auch warf er Wirtschaft und Politik Ignoranz vor und meinte, alle anderen bisherigen Prognosen seien bis Ostern überholt.
Allein daran dass bis zu dem Zeitpunkt sämtliche Prognosen ständig nach unten korrigiert werden mussten konnte man zumindest ahnen, dass der Mann Recht hatte. Doch erst jetzt, da selbst die Bundesregierung mit 6% Konjunkturrückgang in 2009 rechnet, wird man ihm das wohl offiziell zugestehen. Zuvor sah er sich als Schwarzseher heftiger Kritik ausgesetzt.
Können wir hierzulande den Fakten nicht einfach ins Auge schauen?
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Mittwoch, 22. April 2009
US-amerikanische Banken bestehen Stress-Tests... wenn sie mehr Hilfe erhalten
Gute Idee: Nach erheblichem Vertrauensverlust in den Zustand der US-amerikanischen Finanzinstitute werden die 19 größten einem Stress-Test unterzogen.
Wer allerdings in Anbetracht der Durchführung Freude verspürt melde sich bitte mit guten Argumenten.
Einen Bericht der New York Times über den vorläufigen Ausgang der Stress-Tests aufgreifend meldet Spiegel Online, dass alle 19 geprüften Banken den Stress Test bestehen werden, wenn man vielen von ihnen mehr Geld zukommen ließe:
Der Informationsgehalt dieser Nachricht erschließt sich mir nicht. Es versteht sich doch von selbst, dass keine Bank kollabiert, so lange die Steuerzahler bei Bedarf neues Geld nachschießen.
Bedauerlich auch, dass das schlechtere der in den Stress-Tests simulierten Szenarien ursprünglich ein sehr pessimistisches sein sollte, es aber weder Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman noch das Wall Street Journal als pessimistisch genug ansehen.
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Wer allerdings in Anbetracht der Durchführung Freude verspürt melde sich bitte mit guten Argumenten.
Einen Bericht der New York Times über den vorläufigen Ausgang der Stress-Tests aufgreifend meldet Spiegel Online, dass alle 19 geprüften Banken den Stress Test bestehen werden, wenn man vielen von ihnen mehr Geld zukommen ließe:
Hoffnungsschimmer in der Finanzkrise: Laut einem US-Pressebericht sind viele amerikanische Geldhäuser besser aufgestellt als bislang angenommen. Dennoch brauchen die Institute zunächst weitere Staatshilfen.
[...]
Der Belastungstest soll die Überlebensfähigkeit der 19 größten US-Banken bei einer weiteren Verschlechterung der Konjunktur klären.
[...]
Allerdings brauchen die amerikanischen Finanzkonzerne offenbar zusätzliche Staatshilfen: Auch nach bereits Hunderten von Milliarden an Regierungsgeldern für die Banken seien viele voraussichtlich auf weitere Kapitalspritzen angewiesen.
Der Informationsgehalt dieser Nachricht erschließt sich mir nicht. Es versteht sich doch von selbst, dass keine Bank kollabiert, so lange die Steuerzahler bei Bedarf neues Geld nachschießen.
Bedauerlich auch, dass das schlechtere der in den Stress-Tests simulierten Szenarien ursprünglich ein sehr pessimistisches sein sollte, es aber weder Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman noch das Wall Street Journal als pessimistisch genug ansehen.
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Dienstag, 10. März 2009
Kritische Betrachtung eines Versprechens: "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind"
Am 5.10.2009 trat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gemeinsam mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vor die Presse und sprach denkwürdige Worte: "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein."
Allgemein wurde dies als Zusage aufgefasst, dass sich niemand Sorgen machen muss.
Fragezeichen bleiben. Nicht nur weil die eigens eingerichtete Informationsseite der Bundesbank zur Einlagensicherung etwas widersprüchlich anmutet. Auch ruderten gleich am nächsten Tag offizielle Stellen zurück.
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Allgemein wurde dies als Zusage aufgefasst, dass sich niemand Sorgen machen muss.
Fragezeichen bleiben. Nicht nur weil die eigens eingerichtete Informationsseite der Bundesbank zur Einlagensicherung etwas widersprüchlich anmutet. Auch ruderten gleich am nächsten Tag offizielle Stellen zurück.
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Samstag, 3. Januar 2009
Kreativität in Krisenzeiten: 'Financial Engineering' gegen 'toxische Wertpapiere'
Ein Wertpapier sei eine Urkunde über ein privates, meist mit regelmäßigen Erträgen aus Zinsen od. Dividenden verbundenes [Vermögens]recht, weiß der Duden.
Dort, bei den Hütern der deutschen Sprache, ist auch nachzulesen, was toxisch bedeutet: 1 giftig. 2. durch Gift verursacht, auf einer Vergiftung beruhend.
Sprache kann ja so gemein sein. Wenn wir all die Wertpapiere, die ihren Wert verloren haben, durch bloße Entfernung der passenden Silbe schlicht Papiere nennen würden, wäre das jedenfalls nicht sehr charmant. "Kreativität in Krisenzeiten: 'Financial..." vollständig lesen »
Dort, bei den Hütern der deutschen Sprache, ist auch nachzulesen, was toxisch bedeutet: 1 giftig. 2. durch Gift verursacht, auf einer Vergiftung beruhend.
Sprache kann ja so gemein sein. Wenn wir all die Wertpapiere, die ihren Wert verloren haben, durch bloße Entfernung der passenden Silbe schlicht Papiere nennen würden, wäre das jedenfalls nicht sehr charmant. "Kreativität in Krisenzeiten: 'Financial..." vollständig lesen »

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